Oft hört man heute in Gesprächen zu Biodiesel Aussagen wie: das geht technisch nicht, es gibt keine Freigaben, hoher Mehrverbrauch, schlechte Leistung, fragliche Qualität, fraglicher Umweltnutzen.
All diese Argumente können die Zuckerrübenabfuhrgruppen in der Wetterau/Hessen nicht bestätigen. Seit Frühjahr 1994 werden alle 50 LKW komplett und durchgehend mit Biodiesel betrieben.
Insgesamt sind in den Jahren über 12 Mio. l Biodiesel bei ca. 36 Mio. Km Laufleistung verbraucht worden.
Der Fuhrpark und die Einsatzbedingungen sind sehr unterschiedlich. Vom MAN Baujahr 1986 angefangen über Mercedes Baujahr 1990, Scania Baujahr 1998 bis zu neuen Iveco, Mercedes und MAN Baujahr 2003 und 2004 sind unterschiedliche Fahrzeuge vertreten. Schwerpunkt ist die Zuckerrübenabfuhr mit wechselnden Fahrern und Feldwegnutzung.
Ein Teil der Flotte wird auch im Fernverkehr eingesetzt. Der Altbestand wurde nur in geringem Umfang nachgerüstet (teilweise 1 Leckölleitung aus Weichgummi gegen Viton ausgetauscht). Bei Neuanschaffungen oder Miete wird die Biodieselfreigabe verlangt und auch erteilt. Die Verbrauchsauswertung ergab in den 10 Jahren gegenüber Mineraldiesel sozusagen keinen Mehrverbrauch (rechnerisch 1%).
Der Einfluß von Fahrzeug und Fahrer auf den Verbrauch ist mit +/-20-25 % weitaus größer. Ölwechselintervalle werden nach Ölanalyse nur leicht bis nicht verkürzt. Dies ist aber abhängig von den Einsatzbedingungen und dem Motor, da die Leckölverluste unterschiedlich hoch sind. Biodiesel verdampft nicht aus der Ölwanne und reichert sich an, so dass bei hohen Leckölverlusten Oxidationsprodukte (Verharzungen) entstehen können.
Getankt wird nur Biodesel aus Rapsöl nach EN 14214. Durch dieses konsequente Qualitätsmanagement sind in diesen Jahren keine biodieselbedingten Schäden an Einspritzpumpen oder Motoren aufgetreten. Die Vorteile für die Abfuhrgruppen durch den Einsatz von BIO-Diesel sind vielfältig: Es wurden erhebliche Treibstoffkosten eingespart (aktuell ca. 10€/100 l), es konnten kostengünstig eigene Tankstellen eingerichtet werden (geringere Anforderungen an die Lagerung, WGK 1) und es wird aktiver Umweltschutz betrieben (Kein Schwefel, 50% weniger Ruß, wächst jedes Jahr nach, CO2-neutral).
Insgesamt gilt für Biodiesel das Motto: kostengünstig und umweltfreundlich.
Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung. Kontakt
Georg Dierschke
(Geschäftsführer)
Der richtige Frühliing bleibt noch in der Ferne! Ab Mitte März tagsüber vorerst etwas milder.
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