Übersicht über die verschiedenen Normen und Zertifizierungen für Holzpellets
ENplus-A1 DIN-Plus ÖNorm 7135 DIN 51731
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Zertifizierung nach Norm ENplus-A1 ab Ende 2010 (EN 14961-2 Klasse A1 ist erstmalig europaweit gültig)
Die Zertifizierung nach ENplus-A1 verbindet die nachgenannten älteren Normen und legt jeweils die strengeren Werte als Maßstab fest. Die Zertifizierungsprozedur findet beim Pellethersteller durch ein vom Deutschen Pelletsinstitut DEPI akkreditiertes Prüfinstitut statt. In regelmäßigen Abständen finden unabhängige Kontrollen statt, so dass die Qualität der Pellets sichergestellt werden kann.
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Zertifizierung nach Norm DIN-Plus
Die Zertifizierung nach DIN-Plus verbindet die beiden vorgenannten Normen und legt jeweils die strengeren Werte als Maßstab fest. Die Zertifizierungsprozedur findet beim Pellethersteller durch ein von DIN Certco akkreditiertes Prüfinstitut statt. In regelmäßigen Abständen finden unabhängige Kontrollen statt, so dass die Qualität der Pellets sichergestellt werden kann.
Achtung! Eine Registrierungsnummer von DIN Certco ist zwingend nachzuweisen
z.B. REG.Nr. 7A078 gültig bis 2013-04-30 (IWO-Pellets Rhein-Main)
Bisher nicht in der DIN-PLUS-Norm fest geregelte Faktoren wie der Ascheerweichungspunkt (1200 Grad) und die Art des verarbeiteten Holzes (Stammholz) werden ab ca. 2010 vermutlich zusammen mit den bisherigen Anforderungen der DIN-PLUS-Norm in einer europaweit gültigen neuen Norm EN 14961 festgelegt. Es wird dann eine Unterteilung in 3 Qualitätsabstufungen A1 - A2 und B geben. Die Qualitätsstufe A1 wird dabei für die meisten in Privathäusern verbauten Anlagen nötig sein. Schon heute erfüllen die meisten Hersteller von DIN-PLUS-Pellets die strengeren Anforderungen der zukünftigen Norm ENplus A1. Pellets der Qualitätsstufen A2 und B sollten ausschliesslich in grösseren Anlagen verbrannt werden. Sobald die festgelegten Anforderungen der neuen Normen offiziell bestätigt sind, werden diese auch hier zu finden sein. siehe hier
DIN plus-Auszug – Brennstofftechnische Anforderungen:
. Durchmesser mm 6
. Länge mm 5 x d 2) (3 cm - max. 4,5 cm)
. Rohdichte kg/dm³ >1,12
. Wassergehalt % <10,0
. Aschegehalt 4) % <0,50 5)
. Heizwert 4) MJ/kg >18,0
. Schwefelgehalt 4) % <0,04
. Stickstoffgehalt 4) % <0,30
. Chlorgehalt 4) % <0,02
. Abrieb % <2,3 (bei Produktion)
. Presshilfsmittel 7) 8) % <2,0
nicht geregelt sind bisher in dieser Norm die Holzarten und gewisse daraus resultierende Ascheschmelzpunkte. Die Erfahrung zeigt aber, dass ein Holzpellet aus Fichte/Tanne ohne übermässige Anteile Harthölzer bzw. Rindenanteile das beste Abbrandverhalten mit den besten Energiewerten liefert. Die meisten Hersteller haben nach der traurigen Verschlackungsthematik aus 2006/2007 begriffen, dass nur bestimmte Teile eines Baumes zu Holzpellets verarbeitet werden dürfen.
2) Maximal 20 % der Masse der Presslinge dürfen Längen von bis zu 7,5 x d (max. 4,5 cm) aufweisen
4) im wasserfreien Zustand (wf)
5) Der Aschegehalt darf bis zu 0,80 % betragen, wenn das verwendete naturbelassene Holz bereits einen natürlichen höheren Aschegehalt hat. z.B. Kiefer oder div. Harthölzer
7) Chemisch nicht veränderte Produkte aus der primären land- und forstwirtschaftlichen Biomasse (solche sind z.B. Maisschrot, Maisstärke, Roggenmehl), die aus Gründen der Erleichterung des Pressvorganges und damit auch der Verbesserung der Energiebilanz sowie zur Erhöhung der Abriebfestigkeit - dem Ausgangsmaterial zur Erzeugung von Holz- oder Rindenpresslingen beigemengt werden dürfen.
8) Die Prüfung über Art und Menge eines Presshilfsmittels erfolgt im Rahmen der Fremdüberwachung
Bitte beachten sie auch noch folgendes:
DIN-PLUS Pellets zeichnen sich durch eine hohe Dichte, eine geringe Restfeuchte und einen möglichst geringen Abriebwert (Abrieb <2,3 % Staub- und Spananteil während der Probenahme) aus. Diese und weitere Anforderungen an Pellets, die zur Verwendung in Kleinfeuerungsanlagen bestimmt sind, werden gewährleistet, wenn nach der DINplus hergestellt wird. In dieser Norm sind alle Merkmalsanforderungen festgelegt.
Je weiter die Pellets aus dem LKW in den Bunker transportiert werden müssen, umso stärker werden die Pellets mechanisch beansprucht! Dadurch steigt der Abriebwert weiter an. Wir empfehlen deshalb in der Regel max. 35 m Schlauch, sowie keine engeren Kurven als 45 Grad. Für rechtwinklige Kurven empfehlen wir max. 2 x grosszügige 45 Grad hintereinander.
Grundsätzlich sollten die Pellets aber möglichst kurvenfrei in ihr Lager transportiert werden können. Im Bereich vor den Stutzen sollte ausreichend Platz sein, damit der Schlauch in weitem Bogen und ohne Überwindung höherer Hindernisse gelegt werden kann! Dadurch ersparen sie den Pellets zu hohe Einblasdrücke und mechanische Beanspruchungen.
Bitte beachten sie auch dringend, dass die Pellets im Lager weich landen müssen! Dies erreichen sie durch korrekt positionierte Prallmatten und möglichst "freie Flugbahn" im Pelletbunker. Eventuell verlaufende Rohre und Leitungen müssen sehr gut mit Isoliermaterial "weich" gemacht werden.
Idealerweise ist ihr Bunker eher länger als breit, und die Stutzen befinden sich auf der Stirnseite. Sollten sie baubedingt auf der breiten Seite positioniert werden müssen, verwenden sie eventuell besser einen dritten Einblasstutzen, damit der Bunker gleichmässig befüllt werden kann. Bitte beachten sie bei der Mengenberechnung, dass es immer nicht befüllbare Lufträume durch Schüttkegel geben wird, und als Höhenmass des Bunkers nur die Höhe bis zur Unterkante! des Einblasstutzens verwendet wird.
Bitte bedenken Sie bei der Berechnung des Bunkerfassungsvermögens Raumverluste durch eventuelle Schrägböden und den Schüttkegel des Bunkerinhaltes.
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ÖNorm 7136 Transport und Lagerung von Pellets
Die Kriterien der DIN, ÖNorm und der DIN plus beziehen sich auf die Produktion und den Zustand der Holzpellets bis zur Verladung der Pellets im Pelletierwerk. Der nachfolgende Transport der Pellets zum Endkunden oder Zwischenhändler und der weiteren Distribution wird in dieser Norm geregelt. Durch unsachgemäßen Transport oder Lagerung können erhebliche Qualitätseinbußen entstehen. Es werden Anforderungen an Zwischenläger, Transportfahrzeuge und das Zustellpersonal gestellt. Die Vorgaben sehen unter anderem ein geeichtes On-Bord Wiegesystem des LKW, die Sortenreinheit der Pellets, den Schutz vor Nässe, eine Absaugvorrichtung vor. Ziel der Norm ist einen professionellen Umgang mit Pellets während der gesamten Transportkette zu erreichen.
Die DIN 51731 für Holzpellets ist mit ihren Vorgaben ungeeignet !! als zuverlässiger Qualitätsindikator für Pellets, da wichtige Parameter, wie der Abrieb nicht festgelegt sind. Auch eine unabhängige Prüfung der Produktion zu diesen Normen erfolgt nicht. (diese Norm wird noch immer gern von osteuropäischen Pelletherstellern beworben)
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Diese Norm aus Österreich regelt die Qualität von Holzpellets wesentlich restriktiver, so z.B. den Abrieb. Der Abrieb ist ein Maß für die Härte und Stabilität des Pellets. In einem Testgerät, dem Lignotester, werden die Pellets einer definierten Belastung ausgesetzt und als Ergebnis der entstehende Staub gemessen und in Prozent angegeben. Je geringer der Wert des Abrieb, desto stabiler sind die Pellets und desto geringer ist dann auch die Staubentwicklung beim Einblasen.